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ALKALOIDE

Weizenschimmel

ALKALOIDE – Versteckte Gefahren in Lebensmitteln?

Alkaloide sind natürlich vorkommende Pflanzeninhaltsstoffe, die als sekundäre Pflanzenstoffe wichtige Schutzfunktionen in der Pflanze übernehmen. Für den Menschen aber bergen sie in Lebensmitteln potenzielle Gesundheitsrisiken, insbesondere wenn sie in hohen Konzentrationen vorkommen.

Vorkommen in Lebensmitteln
Alkaloide können in einer Vielzahl pflanzlicher Lebensmittel enthalten sein – darunter Kräuter, Gewürze, Tees, Nachtschattengewächse wie Kartoffeln oder Tomaten sowie Getreideprodukte. Auch eine unbeabsichtigte Eintragung über Kreuzkontamination – etwa durch Beikräuter beim Anbau oder durch Verunreinigungen während Ernte und Verarbeitung – ist möglich. So wurden auch in Babynahrung, Milchprodukten oder Nahrungsergänzungsmitteln Alkaloide nachgewiesen.

Regulatorischer Rahmen
Zum Schutz der Verbraucher hat die Europäische Union mit der Verordnung (EU) 2023/915 verbindliche Höchstgehalte für bestimmte pflanzliche Toxine, darunter ausgewählte Alkaloide, festgelegt. Die Einhaltung dieser Grenzwerte ist für Hersteller und Importeure essenziell, um die Verkehrsfähigkeit und Sicherheit ihrer Produkte zu gewährleisten.

Wir bieten analytische Dienstleistungen unter Verwendung unserer hochsensiblen LC-MS/MS-Technologie an, um Alkaloide in Lebens- und Futtermitteln präzise nachzuweisen und zu quantifizieren und so genaue und zuverlässige Ergebnisse zu liefern, die den gesetzlichen Anforderungen vollständig entsprechen.

Verordnungen

  • VO (EU) 2023/915: Höchstgehalte von Kontaminanten und bestimmter Alkaloide
  • VO (EU) 2023/2783: Kriterien, der Probenahme und Analyse
  • Mutterkorn-/Ergotalkaloide: VO (EU) 2024/1808 Verschiebung der geplanten Absenkungen von Höchstgehalten für Ergotalkaloide und Mutterkornsklerotien
  • Pyrrolizidinalkaloide: Stellungnahme 026/2020, aktualisierte Risikobewertung in Lebensmitteln

Analytik

CHINOLIZIDINalkaloide       in Milch

Über die Fütterung von Kühen mit verunreinigtem Tierfutter können Chinolizidinalkaloide (QAs) aus Lupinen in Milchprodukten und Milchpulver übergehen. Zwar sind QAs natürliche Pflanzenstoffe, doch können diese bei übermäßigem Verzehr die Gesundheit schädigen.
Aber wie groß ist das Risiko wirklich, und was können Hersteller tun, um die Sicherheit ihrer Produkte zu gewährleisten?

ERGOTalkaloide                 in Getreide und Getreideprodukten

Mutterkornalkaloide sind toxische Verbindungen, die von Pilzpatho-genen produziert werden. Aktuelle Überwachungsdaten zeigen einen Anstieg des Befalls in Europa. Roggen, Weizen, Gerste und andere Getreidesorten sind dabei besonders betroffen. Das Toxin kann Nerven- und Gefäßsysteme von Menschen und Tieren befallen und das Ergotismus-Syndrom verursachen. 

 

 

 

weitere PFLANZENTOXINEN

Wie auch durch das CLEFSA-Projekt der EFSA festgestellt treten neben Ergotalkaloiden auch Mykotoxine wie Deoxynivalenol (DON), Zearalenon (ZON), Aflatoxine oder Ochratoxin A vermehrt auf. 

Erhöhte Niederschläge, Hize, Dürreperioden und CO2-Konzen-tration können die Schimmelbildung und Verbreitung der Sporen begünstigen.

Für Erzeuger und Produzenten bedeutet der Trend zunehmender Alkaloidverunreinigung und Mykotoxinverbreitung, Monitoringprogramme zur Überwachung und frühzeitigen Erkennung der Risiken auszubauen.